Sprinkleranlagen_01_vorschauDie Entwicklung der ersten Sprinklersysteme reicht bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts zurück. Der Ursprung dieser Technologie liegt in der amerikanischen Textilindustrie, wo es aufgrund der leicht brennbaren Baumwolle oft zu verheerenden Brandkatastrophen kam. Durch die Installation eines offenen Rohrnetzes, welches im Brandfall manuell mit Wasser beaufschlagt werden konnte, konnten Menschen und Anlagen zum ersten Mal effektiv geschützt werden. Über die Jahre hinweg wurden die verschiedensten Sprinklersysteme entwickelt und in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt.

Der englische und deutsche Name „Sprinkler" stand und steht auch heute noch für eine Funktionseinheit bestehend aus Düse, Verschluss und
wärmeabhängigem Auslöseelement. Heute sind Sprinklersysteme natürlich komplexer und effizienter geworden. ACCURO hat sich seit der Firmengründung intensiv mit der Sprinklertechnologie beschäftigt und in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Anlagen geplant und errichtet. Die Stärke des Unternehmens – Know-how und engagierte Mitarbeiter gepaart mit Flexibilität – legten den Grundstein für den Erfolg von Accuro. Heute ist ACCURO in der Lage, für jedes Projekt Sprinkleranlagen nach jeder gängigen Vorschrift wie z. B. VdS, TRVB, FM oder NFPA zu planen und zu errichten.

 

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Das Grundprinzip einer Sprinkleranlage:

  • Rohrnetze sind mit verschlossenen Düsen bestückt.
  • Düsen öffnen sich einzeln bei der Erwärmung durch Feuer oder heiße Rauchgase.
  • Löschwasser wird gezielt auf Brandherd versprüht.
  • Wasser benetzt auch Umgebung und verhindert dadurch Brandübertragung.
  • Nur gewisse Anzahl der Sprinkler öffnet sich – Kontrolle des Brandherdes, meist sogar Löschung.
  • Kühlwirkung des Wassers – Entzug großer Wärmemengen – Umwandlung in Dampf.

 


Arten von Sprinkleranlagen


Nassanlage

Bei Nassanlagen ist das gesamte Rohrnetz bis hin zum Sprinkler mit Wasser gefüllt. Wird ein Sprinkler aktiviert, strömt Löschwasser über das Nassalarmventil und den offenen Sprinkler zum Brandherd. Das Nassalarmventil alarmiert zugleich mittels Alarmdruckschalter eine ständig besetzte Stelle. Nassanlagen dürfen nur dort eingesetzt werden, wo während des gesamten Jahres weder Frost- noch Überhitzungsgefahr (+95 °C) für das Löschwasser im Rohrnetz besteht.


Trockenanlage

Trockenanlagen sind nur bis zum Trockenalarmventil mit Wasser gefüllt, danach ist das Sprinklerrohrnetz bei dieser Anlagenart mit Druckluft gefüllt. Öffnet im Brandfall ein Sprinkler, entweicht vorher erst die Druckluft, und danach gibt das Trockenalarmventil das Löschwasser zu den Sprinklern frei. Bei Trockenanlagen sind jedoch die diversen Vorgaben in den Richtlinien genauestens zu beachten.


Tandemanlage

Tandemanlagen sind Nassanlagen, denen über ein oder mehrere Trockenalarmventile druckluftgefüllte Rohrleitungen für frostgefährdete oder hochtemperierte Bereiche wie z. B. kleine Vordächer nachgeschaltet sind. Tandemanlagen sind in der Größe stark begrenzt.


Vorgesteuerte Sprinkleranlagen

Typ A

Bei diesem Anlagentyp handelt es sich um eine Trockensprinkleranlage, bei der die Alarmventilstation erst durch eine automatische Brandmeldeanlage, und nicht durch das Öffnen eines Sprinklers aktiviert und das Rohrnetz geflutet wird. Erst bei Auslösung eines Sprinklers tritt Wasser aus. Dieser Anlagetyp kann dort installiert werden, wo eine Fehlauslösung zu erheblichen Schäden durch das Löschwasser führen kann.

Typ B

Die vorgesteuerte Sprinkleranlage Typ B ist wiederum eine Trockenanlage, bei der die Alarmstation entweder durch eine automatische Brandmeldeanlage oder durch den Druckabfall im Sprinklerrohrnetz ausgelöst wird. Das Löschwasser tritt jedoch erst aus, wenn ein Sprinkler geöffnet wurde. Dieser vorgesteuerte Anlagentyp wird dort eingesetzt, wo der Einbau einer Nassanlage aufgrund der Umgebungseinflüsse nicht möglich ist, jedoch mit einer raschen Brandausbreitung gerechnet wird (z. B. in Hochregallägern).

 

 

Sprinkleranlagen einfach und effektivSprinklerampulen_vorschau

  • Sprinkleranlagen bieten Brandmeldung und Löschen in einem einzigen Anlagensystem

  • Sprinkler löschen nur dort, wo auch wirklich gelöscht werden muss. Sprinkler außerhalb des Brandherdes bleiben geschlossen.

  • Das frei werdende Löschwasser dämmt Rauch und Schadstoffe ein.

  • Der Kühleffekt durch das Löschwasser erhöht die Sicherheit der Einsatzkräfte.

  • Löschwasser ist das preisgünstigste Löschmedium und steht im Prinzip nahezu weltweit zur Verfügung.

  • Sprinkleranlagen sind nach Bränden sehr rasch wieder einsatzbereit.

  • Unterschiedlichste Lösungen stehen für eine effektive Brandbekämpfung zur Verfügung

  • Flexibilität und Möglichkeiten der Anpassung an die Gebäudearchitektur

 

Sprinkleranlagen sind also zusammenfassend automatische Löschsysteme, welche zugleich den Brand erkennen und lokalisieren, Einsatzkräfte alarmieren und den Brand kontrollieren bzw. löschen.

 

Typische Einsatzbereiche für Sprinkleranlagen:

Sprinkleranlagen schützen Menschen, Sachwerte und die Umwelt. Sie verhindern, dass ein nicht rechtzeitig bemerkter Entstehungsbrand sich zum Großbrand ausbreiten kann.

Typische Einsatzgebiete sind:

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  • holzverarbeitende Betriebe
  • Industriebetriebe
  • Logistikzentren
  • Fertigungshallen
  • Hochregallager
  • Läger
  • Tiefgaragen
  • Einkaufszentren
  • Messehallen
  • Hotels
  • Krankenhäuser und Pflegeheime
  • Hochhäuser
  • Büros
  • Flughäfen und vieles mehr